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16.11.2010   Einheitliche Zigarettenpackungen unter der Ladentheke?


Die EU-Kommission überarbeitet gegenwärtig die europäische Tabakproduktrichtlinie (2001/37/EC). In dem Maßnahmenkatalog findet sich auch die Einführung von einheitlichen, generischen Packungen.

Demnach würden sämtliche Zigarettenmarken identisch aussehen, da sie nur noch in standardisierter Einheitsoptik vertrieben werden dürften. Unter den Vorschlägen, die von der EU erwogen werden, finden sich auch große, verpflichtende Bildwarnhinweise. Sie sollen fast die gesamte Packung bedecken.

Der Zugang zu Tabakwaren soll durch ein konsequentes Präsentationsverbot beschränkt werden. Demnach würden Zigaretten und andere Tabakprodukte aus den Regalen unter den Ladentisch wandern. Durch ein Verbot von Zusatzstoffen würde ein Einheitsgeschmack entstehen.

Ob Tabakwaren-Fachgeschäft oder Laden an der Ecke, kleine Unternehmen werden durch diese Pläne in der Existenz gefährdet. Für die Kunden bedeutet das längere Wege zum Produkt, zumal auch ein Verbot der 380.000 Zigarettenautomaten in Deutschland in Betracht gezogen wird.

Im Rahmen des EU-Konsultationsprozesses können alle EU-Bürger, Unternehmen, Regierungsstellen sowie andere interessierte Parteien bis zum 17. Dezember ihre Meinung zu den geplanten Änderungen einbringen. D.h. jeder kann seine Meinung im Internet äußern, auch wenn er beruflich nicht mit Tabakwaren zu tun hat.

Obwohl jeder EU-Bürger aufgerufen ist, sich an diesem Prozess zu beteiligen, ist die Konsultations-Webseite nur auf Englisch verfügbar. Deshalb steht für Interessenten auf der Webseite

www.entscheiden-sie-selbst.de

eine Einstiegshilfe in das EU-Onlineformular zur Verfügung. Dort gibt es eine deutsche Übersetzung des Konsultationspapiers und des EU-Fragebogens.
 
Wir emfehlen dringend, sich zu den geplanten Änderungen der Tabakprodukt-Richtlinie durch Beantworten der Fragen im Internet zu äußern.

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